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KOORDINATEN:
N +40º 24' 41.61" / W -3º 41' 51.39"
Herzlich willkommen in Madrid!
Ich heiße David Perez und bin einer der Fachleute für Kultur im Hotel TRYP Madrid Atocha.
Die Tour, die ich Ihnen heute vorstelle, würde ich selbst auch auf jeden Fall machen, wenn ich Madrid das erste Mal besuchte. Das Stadtviertel La Latina gehört zum Zentrum und erstreckt sich bis weit in das Madrid de Los Austrias hinein.
Vom Hotel aus halten Sie sich rechts auf der Calle Atocha und erreichen am Ende die Plaza Mayor, die früher Plaza del Arrabal genannt wurde. Auf der Plaza Mayor wurde bereits im 15. Jh. der größte Markt der Gegend abgehalten. Mitten auf der Plaza erhebt sich die Reiterstatue von Philipp III. aus dem Jahr 1848. Auf keinen Fall versäumen sollten Sie einen Gang rund um die Plaza und ihre beeindruckenden Säulengänge. Verlassen Sie die Plaza dann durch den Arco de Cuchilleros (den bekanntesten der neun Bögen). Dieser Bogen ist besonders hoch, was an dem Höhenunterschied zwischen der Plaza Mayor und der Cava de San Miguel liegt. Am Fuße der Treppe befindet sich das älteste Restaurant der Welt, das bereits im Jahr 1725 eröffnet wurde: “Sobrino de Botín”.
Wir lassen das Restaurant rechts liegen und gehen die Calle Cuchilleros entlang. Hier gibt es unzählige Restaurants und Bars. Schließlich erreichen wir die Puerta Cerrada, einen Platz, auf dem ein großes Steinkreuz aus dem Jahr 1738 steht. Rechts kann man die Kuppel der Colegiata de San Isidro ausmachen, einer katholischen Kirche, die bis zur Fertigstellung der Kathedrale La Aludena 1993 als provisorische Kathedrale genutzt wurde. An der Plaza de Puerta Cerrada trefen die Straßen Cava Baja, Nuncio, Segovia, Cuchilleros, San Justo, Latoneros und Gomez Mora aufeinander. Mit dem Rücken zur Plaza de Puerta Cerrada gehen wir dann die Calle Nuncio entlang bis zur Costanilla de san Pedro und von dort bis zur Plaza de Los Moros, die gemeinsam mit der Plaza de la Paja und der Plaza de la Cebada das Herz des Stadtviertels Madrid de Los Austrias bilden. Weiter runter Richtung Plaza de la Paja erhebt sich die Kirche zu Ehren von San Andres und der Jardin del Principe de Anglona, einer der wenigen Beispiele für die herrschaftlichen Gärten aus dem 18. Jh. Über die Carrera de San Francisco erreichen wir die Real Basilica de San Francisco el Grande.
Rechts neben dem Jardin del Principe de Anglona, die Straße hinunter, erreicht man die Calle Segovia. Dort kann man links die beeindruckende Puente de Segovia ausmachen, eine Brücke aus der Renaissance, die von dem Architekten Juan de Herrera entworfen wurde. Gehen Sie ruhig ein Stück weiter hinunter und stellen Sie sich unter die Brücke: Links gibt es einen kleinen Weg, der bis nach Vistillas führt. Hier genießt man einen traumhaft schönen Panoramablick auf die Stadt und kann den Sonnenuntergang beobachten. Wenn Sie die Brücke überqueren, erreichen sie die Almudena-Kathedrala und die Sabatinigärten.
Überqueren Sie die Calle Bailen und Sie stehen vor dem Palacio de Oriente und dem Teatro Real. Die Calle Arenal entlang geht es dann weiter bis zur Calle Fuentes, die uns über die Calle Cuchilleros wieder zur Plaza Mayor führt. Gleich zu Beginn dieser Straße sollte man unbedingt in den Mercado de San Miguel einkehren und sich ein paar typische Tapas gönnen.
Jeden Sonntagmorgen und an den Feiertagen findet in Madrid der ursprüngliche Rastro statt, ein riesengroßer Flohmarkt, der bereits im 19. Jh. abgehalten wurde und sich heute von der Plaza de Cascorro bis zur Ronda de Toledo erstreckt. Genießen Sie einfach das bunte Treiben oder feilschen Sie mit anderen Flohmarktbesuchern um die Wette. Außer Lebensmitteln und Tieren wird hier so gut wie alles angeboten. Der Rastro, der ganz in der Nähe der Plaza Mayor ausgerichtet wird, ist sehr einfach zu erreichen: zu Fuß von der Puerta del Sol oder mit der U-Bahn (Haltestellen La Latina oder Puerta de Toledo).
In Madrids Zentrum gibt es an jeder Ecke kleine Bars, Tascas oder Restaurants. Auf der Calle Cuchilleros werden hauptsächlich traditionelle Gerichte der spanischen Küche, auf der Cava Baja und Cava Alta unzählige Tapas-Variationen angeboten. Auf der Plaza Mayor sollte man unbedingt die berühmten Bocadillos de Calamares probieren. Wer eine traditionelle Paella kosten möchte und einen guten Service zu schätzen weiß, der ist im Restaurant El Arrozal in der Calle Segovia Nr. 13 gut aufgehoben, das beste Lamm aus dem Ofen gibt es in La posada de la villa.
An der Calle Nuncio gibt es das Restaurant El Madroño, eine uriges Lokal, in dem man sich unwillkürlich in eine andere Zeit versetzt fühlt. Ausgesprochen gemütliches Ambiente.
An der Plaza de la Paja treffen sich am Wochenende und am Abend die Bewohner auf den unzähligen Café-Terrassen. Bekannt ist zum Beispiel EL DELIC, hier kann man wunderbare Mojitos und köstliche Torten probieren.